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MailFundus Archiv

Postfach leer. Alles behalten. Sofort gefunden.

MailFundus Archiv nimmt die Nachrichten aus Apple Mail, legt sie bytegenau in ein Archiv, prüft jede einzelne davon — und räumt erst danach in Mail auf. Nichts wird gelöscht, was nicht vorher zurückgelesen und mit dem Original verglichen wurde.

In fünf Minuten durch

Der ganze Ablauf steckt hinter einem Menüpunkt: Archiv → Ins Archiv sichern … (⇧⌘L) — auch als Knopf in der Symbolleiste. Er führt durch fünf Schritte und hält an jeder Stelle an, an der du entscheiden musst.

SchrittWas passiert
AuswählenDu wählst die Postfächer, nach Konten geordnet: Ein Haken am Konto nimmt alle seine Postfächer samt Unterordnern; aufgeklappt wählst du einzelne ab. MailFundus zeigt Anzahl und Größe. Auf Wunsch kommt nur ins Archiv, was älter ist als eine Frist deiner Wahl (Vorgabe: 90 Tage) oder vor einem Stichtag liegt — das Aktuelle bleibt in Mail.
Sichern und prüfenDie Nachrichten wandern ins Archiv und werden Byte für Byte gegengeprüft. Fehlende Anhänge werden nachgeladen, die Suche wird vorbereitet — beides automatisch. Mail bleibt unberührt.
Aus Mail löschenErst jetzt, und nur, was bytegenau geprüft ist. MailFundus zeigt die Postfächer, die gesichert und geprüft sind, mit der Zahl der Nachrichten. Du bestätigst mit „In Mails Papierkorb verschieben“. Dann verschiebt MailFundus genau diese Nachrichten in Mails Papierkorb und prüft jede unmittelbar vorher noch einmal gegen das Archiv. Was nicht bytegenau geprüft ist, bleibt in Mail.
PapierkorbDie geprüften Nachrichten liegen jetzt in Mails Papierkorb. Leeren kannst nur du, in Mail: Postfach → „Gelöschte Objekte löschen“. Erst dann wird Platz frei. Danach „Papierkorb geleert — nachtragen“: MailFundus fragt Mail, was wirklich fort ist, und trägt es im Archiv nach.
FertigDrei Antworten: Was wurde gesichert, was ist aus Mail raus, wo findest du es wieder.

Wenn du lieber selbst löschst

Im Schritt „Aus Mail löschen“ gibt es dafür den zweiten Knopf „Selbst in Mail löschen …“. MailFundus zeigt dann je Postfach, was gesichert und geprüft ist, und die Handgriffe in Mail:

  1. Das Postfach in Mail öffnen und nach Datum sortieren.
  2. Nur die Nachrichten markieren, die MailFundus gesichert hat — mit Altersgrenze also nur die, die älter sind als der Stichtag. Nicht „alle markieren“: Neueres ist nicht im Archiv.
  3. Löschen (Rückschritttaste). Mail verschiebt sie in den Papierkorb.
  4. Postfach → „Gelöschte Objekte löschen“. Erst jetzt wird Platz frei.

Danach in MailFundus auf „Gelöscht — jetzt nachprüfen“: MailFundus sieht nach, was wirklich fort ist, und liest jede dieser Nachrichten vorher noch einmal aus dem Archiv. Nachholen kannst du das Löschen jederzeit, über die Karte oben im Hauptfenster oder über Archiv → Expertenfunktionen → „Archivierte Mails aus Mail löschen …“.

Der erste Start

Mails Ordner freigeben

macOS schützt den Ordner, in dem Mail seine Nachrichten ablegt. Ohne Freigabe sieht MailFundus dort nichts, und sagt das auch, statt sich durchzumogeln.

Deshalb beginnt der erste Start mit der Seite „Bevor es losgeht“. Ein Klick öffnet den Dialog, Mails Ordner ist schon ausgewählt, „Freigeben“ genügt. MailFundus liest dort nur; geschrieben wird nur ins Archiv. Die Freigabe gilt auch für die nächsten Starts und endet, wenn du die App entfernst.

Mail steuern erlauben

Sobald du zum ersten Mal in den Schritt „Aus Mail löschen“ kommst, fragt macOS in einem Systemdialog: „MailFundus Archiv möchte Mail steuern.“ Antworte mit „Erlauben“. MailFundus fragt Mail dann, welche Konten und Postfächer es gibt, um die Vorschau zu zeigen. Verschoben wird nichts, bevor du bestätigst — nur bytegenau geprüfte Nachrichten und nur bis in Mails Papierkorb. Nachrichteninhalte liest es darüber nicht, gesendet wird nichts. Denselben Weg nutzt „In Mail zeigen“ im Kontextmenü eines Postfachs.

Hast du abgelehnt, holst du die Erlaubnis nach: Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Automation → MailFundus Archiv → „Mail“ einschalten. Danach den Schritt „Aus Mail löschen“ noch einmal öffnen. Oder du wählst „Selbst in Mail löschen …“ — das geht auch ohne die Erlaubnis.

Wenn es nicht greift: Fehlt MailFundus Archiv in der Liste unter Automation ganz, öffne den Schritt in MailFundus erneut; macOS fragt dann noch einmal. Greift die Erlaubnis trotzdem nicht, beende MailFundus und starte es neu.

Wo das Archiv liegt

Ein Archiv ist ein Paket namens Name.fundus. Es besteht aus Blöcken, die einmal geschrieben und danach nie wieder verändert werden — Time Machine sichert deshalb bei jedem Lauf nur das Neue, nicht alles noch einmal.

Der Dialog beim Einrichten beginnt in deinem Ordner „Dokumente“. Eine externe Platte ist genauso gut. Leg das Archiv nicht in Mails eigenen Ordner.

Das Archiv ist die einzige Fassung

Das Wichtigste im ganzen Handbuch: Sobald du ein Postfach geleert hast, existieren diese Nachrichten nur noch im Archiv. Es ist keine Kopie. Es ist das Original.

Daraus folgt alles Weitere:

Gegen genau diesen Fall gibt es den Aktivitätsverlauf (⇧⌘C). Er liegt außerhalb der Archive und überlebt sie deshalb. Dort steht, welches Postfach wann in welches Archiv gesichert wurde — und ob dieses Archiv noch auffindbar ist.

Die Zahlen auf der Karte

Nach einem Lauf zeigt die Karte oben im Hauptfenster zwei Zeilen. Die erste zählt Nachrichten, zum Beispiel „42 Nachrichten archiviert und vollständig geprüft“. Die zweite zählt Fundorte, zum Beispiel „59 Fundorte inkl. 17 Duplikate · nur noch als Dateien in Mails Ordner: 17 · in Mails Papierkorb: 1 · aus Mail entfernt: 41“. Je nach Stand stehen dort auch „noch in Mail: N“ und „ohne Anhang: N“.

Der Unterschied: Das Archiv speichert jede Nachricht genau einmal. Bytegleichen Inhalt erkennt es, auch wenn er mehrfach in Mail liegt. Zusätzlich merkt es sich jeden Ort, an dem die Nachricht lag. Ein Postfach mit 59 Dateien und 42 verschiedenen Nachrichten ergibt deshalb 42 Nachrichten und 59 Fundorte. 17 dieser Fundorte sind Duplikate.

Die zweite Zeile zählt Fundorte, nicht Nachrichten. Ihre Summe kann darum größer sein als die Zahl in der ersten Zeile. Das ist kein Fehler. Nichts fehlt, und nichts liegt doppelt im Archiv.

Was Mail zeigt und was auf der Platte liegt

Mail führt einen eigenen Index. Was Mail in einem Postfach anzeigt, ist nicht immer das, was in Mails Ordner auf der Platte liegt. Nach dem Aufräumen von Werbung, nach einem Import oder nach „Postfach → Wiederherstellen“ kann ein Postfach in Mail leer sein, während die Dateien noch in Mails Ordner liegen. Mail räumt solche Dateien oft erst verzögert weg.

MailFundus liest die Platte. So findet es auch Vergessenes. Zusätzlich liest es Mails Index. Dafür ist kein Systemdialog nötig. Dateien, die Mail nicht mehr führt, zeigt die Karte als „nur noch als Dateien in Mails Ordner“.

Löschen über Mail geht nur für Nachrichten, die Mail anzeigt. Sind in einem Postfach nur noch solche Dateien übrig, sagt der Schritt „Aus Mail löschen“ das so: „Nichts ist löschbar: Mail führt diese N Nachrichten in keinem Postfach mehr. Die Dateien liegen noch in Mails Ordner, aus Mails Sicht sind sie aber schon weg — über Mail lässt sich deshalb nichts verschieben. Im Archiv sind sie gesichert.“

Du hast zwei Möglichkeiten. Wähle in Mail das Postfach aus und rufe „Postfach → Wiederherstellen“ auf. Danach führt Mail die Dateien wieder, und MailFundus kann sie in Mails Papierkorb verschieben. Oder lass die Dateien liegen. Sie sind im Archiv gesichert.

Doppelte Nachrichten

In Mail entstehen Doppelte leichter, als man denkt. Ein Import über „Ablage → Postfächer importieren …“ legt jede Nachricht neu an, auch wenn sie schon da ist. Mail prüft das nicht. „Postfach → Wiederherstellen“ schreibt die Dateien unter neuem Namen.

Im Archiv passiert das nicht. MailFundus erkennt den Inhalt und speichert bytegleiche Nachrichten nie doppelt. Es merkt sich nur den weiteren Fundort. Auf der Karte erscheinen solche Fälle als Duplikate unter den Fundorten. Das gilt auch für Nachrichten, die du aus dem Archiv nach Mail zurückholst, siehe „Zurück nach Mail“.

Ein Archiv aus der Zeit vor der Inhaltserkennung kann Doppelte enthalten. Lass dabei kein Postfach weg, dann baut „Archiv verkleinern …“ im Menü Archiv → Expertenfunktionen das Archiv ohne Doppelte neu. Die Fundorte bleiben erhalten.

Wenn nichts löschbar ist

Der Schritt „Aus Mail löschen“ verschiebt nur, was bytegenau geprüft ist und was Mail anzeigt. Bleibt in einem Postfach etwas übrig, nennt er den Grund. Das sind die Gründe und was du tun kannst:

GrundWas du tun kannst
„Mail kennt die Datei nicht (verwaist oder noch nicht aufgeräumt)“Die Datei liegt in Mails Ordner, aber Mail führt sie nicht mehr. Wähle das Postfach in Mail aus, rufe „Postfach → Wiederherstellen“ auf und lösche dann noch einmal. Oder lass sie liegen. Die Nachricht ist im Archiv gesichert.
„nicht im Archiv“Die Nachricht ist nicht archiviert. Nicht Archiviertes löscht MailFundus nie. Sichere das Postfach zuerst mit „Ins Archiv sichern …“.
„in der Quelle seit dem Archivieren verändert“Die Nachricht in Mail ist nicht mehr bytegleich mit dem Archiv. Sichere erneut, dann lösche.
„in der Quelle nicht mehr vorhanden“Die Datei ist inzwischen aus Mails Ordner verschwunden. Zu löschen ist nichts mehr. Die Nachricht ist im Archiv gesichert.
„für diesen Fundort bereits aus der Quelle entfernt“Dieser Fundort ist schon erledigt. Nichts zu tun.
Anhänge nie geladenDie Nachricht ist gesichert, aber unvollständig. Beim Löschen bleibt sie bewusst in Mail. Öffne sie einmal in Mail, dann sichere erneut.

Führt Mail keine der übrigen Dateien mehr, sagt der Schritt das in einem Satz. Der Abschnitt „Was Mail zeigt und was auf der Platte liegt“ erklärt diesen Fall. Was Mail sonst noch behält, steht unter „Was ein Postfach nicht loswird“.

Der Papierkorb

MailFundus verschiebt nur nach deiner Bestätigung, und nur bytegenau Geprüftes, in Mails Papierkorb. Dort liegen die Nachrichten weiter auf der Platte. Platz wird erst frei, wenn du den Papierkorb in Mail leerst: Postfach → „Gelöschte Objekte löschen“.

Vorher sieht MailFundus in den Papierkorb. Liegen dort Nachrichten, die nicht von MailFundus stammen und in keinem Archiv sind, warnt es: „Achtung: Außerdem liegen N Nachrichten im Papierkorb, die nicht von MailFundus stammen und in keinem Archiv sind. Beim Leeren wären sie endgültig fort. Willst du sie behalten, zieh sie in Mail vorher zurück in ein Postfach.“ Nimm die Warnung ernst. Was du behalten willst, ziehst du in Mail zurück in ein Postfach, bevor du leerst.

Nach dem Leeren klickst du „Papierkorb geleert — nachtragen“. MailFundus liest jede Nachricht, die aus dem Papierkorb verschwunden ist, noch einmal aus dem Archiv und trägt sie erst dann als entfernt ein.

Wie lange das Verschieben dauert

Mail verschiebt Nachricht für Nachricht. Je nach Größe des Postfachs dauert das einige Minuten. Der Zähler in MailFundus läuft dabei mit. „Sicher anhalten“ gibt es nur beim Sichern. Das Löschen läuft je Postfach durch. Lass MailFundus und Mail in dieser Zeit einfach arbeiten.

In Mail wiederherstellen

Archiv → In Mail wiederherstellen … (⇧⌘R) schreibt Nachrichten als .mbox oder .eml heraus und zeigt die Datei im Finder. Eine .mbox liest Mail über Ablage → Postfächer importieren … ein; die Nachrichten landen dann unter „Importiert“. Eine .eml öffnest du mit Doppelklick in Mail.

Einzelne Nachrichten gehen schneller: Nachricht auswählen, dann ⌘E für die .eml oder ⇧⌘A für alle Anhänge. Beides ist bytegleich mit dem, was gespeichert wurde.

Zurück nach Mail

„In Mail wiederherstellen …“ schreibt die Dateien und zeigt sie im Finder. Den Weg nach Mail gehst du selbst: eine .mbox über „Ablage → Postfächer importieren …“, eine .eml mit Doppelklick. In Mail greift MailFundus dafür nicht ein.

Liegt das Original noch in Mail, entsteht beim Import eine Kopie. Mail prüft nicht, ob die Nachricht schon da ist. Hol deshalb nur zurück, was in Mail fehlt. Sicherst du das Postfach später erneut, erkennt MailFundus die Kopie am Inhalt und speichert sie nicht doppelt.

Suchen

⌘F springt ins Suchfeld. Gesucht wird in Betreff, Absender, Text und in den Texten der Anhänge — bei PDF-Anhängen auch in deren Inhalt. Umlaute und Schreibweisen sind egal — „Grüße“ findet auch „Gruesse“.

Filter stehen neben dem Suchfeld: Postfach, Jahr, „nur mit Anhang“. Die Leertaste auf einem Anhang öffnet ihn in der Vorschau, wie im Finder; ⌘Y tut dasselbe.

Die Postfächer in der linken Spalte stehen je Konto in der Reihenfolge von Mail: Eingang, Entwürfe, Gesendet, Werbung, Papierkorb, dann der Rest alphabetisch. Sonderordner, die der Anbieter unter INBOX ablegt, stehen trotzdem an dieser Stelle und ohne den Vorsatz „INBOX/“. Steht ein Konto unter einem Namen, der dir nicht gefällt — etwa einer Alias-Adresse —, klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle „Konto umbenennen …“. Der Name gilt nur für die Anzeige; im Archiv bleibt alles, wie es gespeichert wurde.

Nach dem Öffnen eines großen Archivs ergänzt MailFundus den Suchindex im Hintergrund; oberhalb der Liste steht dann „Suchindex wird ergänzt“ mit dem Fortschritt. Solange kann bei einzelnen Nachrichten noch „(ohne Betreff)“ stehen — der Betreff kommt, das Archiv ist vollständig. Stößt der Suchindex dabei auf Nachrichten, die ein früherer, hart unterbrochener Sicherungslauf nur halb geschrieben hat (etwa nach einem Absturz), nimmt MailFundus sie aus dem Katalog und sagt es oberhalb der Liste; der nächste Sicherungslauf holt sie frisch aus Mail. In Mail liegen sie noch — gelöscht wird nur, was bytegenau geprüft war, und das waren sie nie.

Bilder in Nachrichten

Bilder, die in der Nachricht selbst stecken — Logos in Signaturen, eingebettete Fotos —, zeigt MailFundus direkt aus dem Archiv. Bilder, die der Absender auf seinem Server bereithält (typisch für Newsletter), lädt MailFundus nicht von selbst: Über das Nachladen erführe der Absender, wann und wo du die Nachricht öffnest. Über der Nachricht steht dann eine Leiste mit „Laden“ (nur diese Nachricht) und „Immer laden“. Die Einstellung findest du auch unter MailFundus → Einstellungen.

Was belegt ist

MailFundus behauptet nichts, was es nicht geprüft hat. Unter Archiv → Prüfprotokolle … (⇧⌘P) steht zu jedem Vorgang, wie viele Nachrichten gelesen, gespeichert und byteweise verglichen wurden, ob der Zähler-Abgleich und die Stichproben-Wiederherstellung bestanden haben, und welche Nachrichten aus Mail entfernt wurden.

Für den Steuerberater oder das Finanzamt gibt es dort einen Prüfbericht. Die Supportdiagnose daneben enthält bewusst keine Postfachnamen — sie darf man weitergeben.

Prüfprotokolle lesen

Archiv → „Prüfprotokolle …“ zeigt je Lauf, was MailFundus getan und geprüft hat. Die wichtigsten Zeilen und ihre Bedeutung:

Zeile im ProtokollWas sie bedeutet
Beim Löschen
N konkrete Nachrichten aus „Postfach“ vorgesehenSo viele hatte die Vorschau zum Verschieben ausgewählt.
N unmittelbar vor dem Verschieben in Quelle und Archiv bytegleich bestätigtJede davon wurde direkt vor dem Verschieben noch einmal gegen das Archiv geprüft.
N in Mails Papierkorb verschoben und fundortgenau vermerktSo viele hat Mail verschoben. Das Archiv weiß es für jeden Fundort.
N Nachrichten nicht angefasst: Mail lieferte zu ihrer Nummer kein eindeutiges ErgebnisDiese bleiben in Mail. Lieber eine zu wenig als die falsche.
N durch die frische Prüfung gesperrtZwischen Vorschau und Löschen hat sich etwas geändert. Starte den Lauf einfach noch einmal.
Nach dem Leeren des Papierkorbs
N aus Mails Papierkorb verschwunden, M liegen noch dortWas Mail als fort meldet, und was noch im Papierkorb liegt.
N vor dem Nachtragen bytegenau aus dem Archiv gelesenErst nach diesem Lesen gilt eine Nachricht als entfernt.
Beim Sichern
N Fundorte gehörten zu Nachrichten, die bytegleich schon im Archiv lagen — nur der Fundort wurde vermerkt, nichts doppelt gespeichert.Bekannter Inhalt an einem weiteren Ort. Gespeichert wurde nichts doppelt.
Nichts Neues — alle N Nachrichten lagen schon bytegenau geprüft im Archiv.Das meldet der zweite Lauf über dasselbe Postfach. Es ist das erwartete Ergebnis, kein Fehler.

Gratisversion und Vollversion

MailFundus Archiv ist kostenlos zu laden. Die Gratisversion sichert bis zu 500 Nachrichten, mit allen Funktionen: sichern, bytegenau prüfen, durchsuchen, aus Mail löschen. Die Vollversion hebt die Gratisgrenze auf. Sie ist ein einmaliger Kauf in der App, kein Abo, und gilt auf allen Macs mit demselben Apple Account.

Was die Gratisgrenze zählt

Gezählt werden nur Nachrichten, die neu ins Archiv kommen, über alle Archive zusammen. Was schon im Archiv liegt, zählt beim erneuten Sichern nicht noch einmal. Das gilt auch für bytegleiche Nachrichten in einem anderen Postfach: MailFundus vermerkt dann nur den weiteren Fundort. Sicherst du dieselben Nachrichten in ein weiteres Archiv, sind sie dort neu und zählen mit. Was einmal gesichert ist, bleibt gezählt, auch wenn du das Archiv später wegwirfst. Wie viele Nachrichten noch frei sind, zeigt der geführte Weg im Schritt „Auswählen“, bevor gesichert wird.

Wenn die Gratisgrenze erreicht ist

Erreicht ein Lauf die Grenze, endet er regulär, nicht mit einem Fehler. Alles bis dahin Gesicherte wird bytegenau geprüft, ist durchsuchbar und kann aus Mail gelöscht werden. Die übrigen Nachrichten bleiben unverändert in Mail. Der geführte Weg meldet „Gratisgrenze erreicht“ und bietet „Vollversion …“ an. Ist die Gratisversion ausgeschöpft, steht dort „Vollversion …“, wo sonst „Sichern und prüfen“ steht. Nach dem Kauf sichert der nächste Lauf den Rest dazu, ohne etwas doppelt zu speichern.

Was immer kostenlos bleibt

Auch ohne Kauf und auch nach der Gratisgrenze kannst du Archive öffnen, lesen und durchsuchen, Nachrichten und Anhänge als .eml oder .mbox exportieren, Nachrichten in Mail wiederherstellen und die Prüfprotokolle und Protokoll.txt im Archiv lesen. Niemand muss zahlen, um an seine eigene Post zu kommen.

Kaufen und wiederherstellen

Die Vollversion kaufst du im Programmmenü MailFundus Archiv → Vollversion … oder im geführten Weg, sobald die Gratisversion ausgeschöpft ist. Den Preis nennt dir die App vor dem Kauf, so wie der App Store ihn für dein Land meldet. Bezahlt wird über deinen Apple Account.

Auf einem weiteren Mac mit demselben Apple Account erkennt MailFundus den Kauf in der Regel von selbst. Zeigt die App trotz Kauf die Gratisversion, etwa nach einer Neuinstallation, wähle MailFundus Archiv → Käufe wiederherstellen …. Bezahlt wird dabei nichts.

Wer Version 1.0 gekauft hat

Wer MailFundus Archiv 1.0 gekauft hat, bekommt die Vollversion automatisch, ohne zweiten Kauf. Dafür musst du im App Store mit dem Apple Account angemeldet sein, mit dem du 1.0 gekauft hast. Zeigt die App trotzdem die Gratisversion, hilft „Käufe wiederherstellen …“.

MailFundus Pro für Firmen

MailFundus Pro ist ein Abo in der App, jährlich oder monatlich; die ersten 14 Tage sind kostenlos. Es enthält die Vollversion und dazu alles, was ein Unternehmen braucht, um E-Mails nachvollziehbar aufzubewahren: automatische Sicherung nach Zeitplan, eine Siegelkette gegen unbemerkte Änderungen, Aufbewahrungsfristen mit Löschlauf, einen Prüferzugang, einen Prüferexport und eine Verfahrensdokumentation, die die App aus ihren Einstellungen erzeugt.

MailFundus Pro unterstützt die GoBD-konforme E-Mail-Archivierung bei sachgerechter Einrichtung und Anwendung. Eine amtliche Zertifizierung gibt es dafür nicht. Verantwortlich für das Verfahren bleibt das Unternehmen: Es legt die Fristen fest, sichert den Archiv-Mac und das Archiv und ergänzt die Verfahrensdokumentation um seine organisatorischen Angaben.

Abo, Preis, Kündigung

Pro abonnierst du im Programmmenü MailFundus Archiv → MailFundus Pro …. Du wählst zwischen Jahresabo und Monatsabo; beide schalten dasselbe frei, das Jahresabo ist günstiger. Die App nennt vor dem Kauf beide Preise, so wie der App Store sie für dein Land meldet. Wer Pro zum ersten Mal abonniert, testet 14 Tage kostenlos; kündigst du vorher, zahlst du nichts. Danach verlängert sich das Abo automatisch um ein Jahr oder einen Monat, wenn du es nicht spätestens 24 Stunden vor Ablauf kündigst. Ein Abo gilt auf allen Macs, die mit demselben Apple Account angemeldet sind; Macs, die das Archiv nur lesen, brauchen keins. Kündigen kannst du jederzeit in den Einstellungen deines Apple Accounts (im Pro-Fenster: „Abo verwalten“). Endet Pro, bleiben Archiv, Siegel und Protokolle vollständig lesbar und exportierbar; wer die Vollversion gekauft hat, behält sie. Rechnungssteller ist Apple; den Beleg findest du in deinem Apple Account.

In fünf Schritten eingerichtet

  1. Archiv-Mac wählen. Ein Mac, der durchläuft, am besten ein Mac mini. Nur er schreibt ins Archiv. In den Einstellungen unter Automatik „Dieser Mac ist der Archiv-Mac“ einschalten und „Beim Anmelden starten“ erlauben. Den Ruhezustand am Archiv-Mac abschalten.
  2. Zeitplan und Quellen. „Nach Zeitplan sichern“ einschalten, Rhythmus wählen (stündlich, täglich, werktags). Quellen sind Mails Ordner auf diesem Mac und, wenn gewünscht, IMAP-Konten direkt vom Server. Ausnehmen solltest du nur, was sicher nichts Geschäftliches enthält.
  3. Zweitkopie der Siegeldatei. Unter Siegel und Zugriff einen Ordner an einem anderen Ort wählen, etwa eine zweite Platte oder ein anderes NAS.
  4. Fristen. Unter Aufbewahrung die Grundregel anlegen (zehn Jahre) und bei Bedarf eigene Fristen je Konto oder Postfach.
  5. Verfahrensdokumentation. Unter Verfahren die Angaben des Unternehmens eintragen und über Archiv → Prüfung und Aufbewahrung → Verfahrensdokumentation … die erste Fassung erzeugen.

Automatik

Zum geplanten Zeitpunkt sichert MailFundus alle Postfächer der Quellen, ohne Altersgrenze, prüft jede neue Nachricht bytegenau, trägt fehlende Anhänge nach, ergänzt den Suchindex und versiegelt den Lauf. Schlief der Mac zum geplanten Zeitpunkt, holt MailFundus den Lauf beim Aufwachen nach. Fehlt in einem Postfach etwas, steht es im Lückenbericht. Aus Mail oder vom Server gelöscht wird dabei nichts. Den Stand zeigt das Symbol in der Menüleiste; bei Problemen meldet sich MailFundus mit einer Mitteilung.

Siegel

Jeder Lauf wird versiegelt: Eine Prüfsumme über alle neuen Nachrichten, Blockdateien, Anhänge, Lauf- und Vorgangsprotokolleinträge, verkettet mit dem vorigen Siegel. Die Kette steht im Katalog, als Siegel.txt im Archiv und als Zweitkopie am gewählten Ort. Versiegelte Blockdateien sind schreibgeschützt. Beim Öffnen prüft MailFundus Kette und Katalog, nach jedem Lauf dazu eine Stichprobe der Blockdateien; unter Siegel prüfen … prüfst du auf Wunsch jede Datei. Weicht etwas ab, steht es rot über der Liste. Echte Unveränderbarkeit liefert ein Ablageort, der Ändern verbietet, etwa ein NAS-Ordner mit WORM-Funktion.

Aufbewahrung, Löschlauf, private Postfächer

Die Frist beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem die Mail entstand. Vor ihrem Ablauf lässt sich nichts entfernen, auch nicht über „Archiv verkleinern“. Nach Ablauf baut der Löschlauf ein neues, geprüftes Archiv ohne die abgelaufenen Nachrichten; das Löschprotokoll darin nennt jede entfernte Nachricht mit Prüfsumme. Das bisherige Archiv bleibt, bis du es selbst entfernst. Postfächer, die als privat gekennzeichnet sind, sehen Prüfer nicht.

Prüferzugang und Prüferexport

Der Prüferzugang zeigt nur Nachrichten eines Zeitraums, ohne private Postfächer, und sperrt alles, was etwas verändert. Der Prüferexport schreibt die Nachrichten eines Zeitraums Byte für Byte in einen Ordner, dazu ein Verzeichnis, Prüfsummen jeder Datei, Protokoll, Siegelkette mit Prüfergebnis und die Verfahrensdokumentation. Beides steht mit Zeit und Mac im Vorgangsprotokoll.

Mehrere Macs

Liegt das Archiv auf einem NAS, schreibt nur der Archiv-Mac hinein. Schaltest du dort unter Siegel und Zugriff „Lesekopie für andere Macs schreiben“ ein, öffnen weitere Macs das Archiv über die Freigabe nur zum Lesen. Die Lesekopie ist so aktuell wie der letzte Lauf. Wer lesen darf, regeln die Rechte der Freigabe.

Einstellungen schützen

Unter Siegel und Zugriff kannst du einen Code setzen. Dann verlangen die Pro-Einstellungen, der Löschlauf und das Beenden des Prüferzugangs diesen Code. Jede Änderung steht im Vorgangsprotokoll.

Das Protokoll im Archiv

Jedes Archiv führt sein eigenes Protokoll als Textdatei, lesbar ohne MailFundus: Protokoll.txt liegt direkt im Archivpaket (Rechtsklick auf das Archiv → „Paketinhalt zeigen“). Jeder abgeschlossene Lauf hängt dort einen Eintrag an: Datum und Uhrzeit, Postfächer, Altersgrenze, Ergebnis, die Zahlen (gelesen, gespeichert, bytegenau geprüft, schon vorhanden) und beim Löschen, wie viele Nachrichten vorgesehen und bestätigt entfernt wurden. Die Datei wird nur fortgeschrieben, nie umgeschrieben.

Zu jedem Sicherungslauf liegt im Ordner runs eine Datei mit einer Zeile je Nachricht: gesendet am, von, Betreff, Postfach. Sie entsteht, sobald die Nachrichten des Laufs durchsuchbar gemacht sind, denn erst dann kennt das Archiv Betreff und Absender. Archive aus früheren Fassungen bekommen beides beim nächsten Öffnen nachgetragen. Läuft MailFundus auf Englisch, heißt die Datei Log.txt; eine vorhandene Datei behält ihren Namen.

Archiv verkleinern

Ein Postfach gesichert, das du doch nicht behalten willst — Werbung, alte Newsletter? Archiv → Expertenfunktionen → Archiv verkleinern … baut ein neues Archiv ohne die Postfächer, die du abwählst. MailFundus zeigt vorher, wie viele Einträge übernommen werden, wie viele wegfallen und wie viele Nachrichten damit endgültig verschwinden, weil sie sonst nirgends mehr liegen. Das alte Archiv bleibt unangetastet; wirf es selbst weg, wenn das neue passt.

Was ein Postfach nicht loswird

Ein Postfach wird selten restlos leer, und das ist kein Fehler:

MailFundus lässt diese stehen und benennt sie. Lieber ein Rest, der erklärt wird, als eine Löschung, die nicht belegt ist.

Tastenkürzel

⌘FSuche
⌘0Hauptfenster (holt ein geschlossenes Fenster zurück)
⌘OArchiv öffnen …
⇧⌘NNeues Archiv einrichten …
⇧⌘LIns Archiv sichern … (der geführte Weg)
⇧⌘RIn Mail wiederherstellen …
⇧⌘PPrüfprotokolle …
⇧⌘CAktivitätsverlauf …
⌘ENachricht als .eml sichern
⇧⌘AAlle Anhänge sichern
⌘YAnhang ansehen
LeertasteAnhang in der Vorschau ansehen